Taufbrunnen

Wer die Kirche betritt, hört Wasser plätschern. Akustisch wird der Kirchenbesucher an das fliessende, lebenspendende Wasser der Taufe erinnert. Gleich neben dem Haupteingang, am westlichsten Punkt der Kirche, liegt die Taufkapelle. Der Westen , dort wo die Sonne untergeht, ist nach antiker Vorstellung der Ort des Bösen. Der Täufling geht aus dem Westen auf den Osten zu: dem Licht, der aufgehenden Sonne, Christus entgegen. Oriens, das heißt: der Osten. Die Blickrichtung nach Osten bedeutet also im ursprünglichen Sinn Orientierung.

Stufen führen zum Taufbrunnen hinab. Erinnerung daran: Ursprünglich stiegen Täuflinge ins Wasser hinein, denn das Sakrament der Taufe wurde durch Untertauchen gespendet. Der Taufbrunnen aus griechischem Marmor ist, wie alle anderen Kunstwerke in dieser Kirche, vom Künstler Ernst Rasche (Mülheim) geschaffen. Fünf bieblische Szenen, in den Marmor geschlagen, regen an, über das Sakrament der Taufe nachzudenken.

Ernst Rasche, Bildhauer, 1926 geboren in Mülheim an der Ruhr, 1947-1951 Studium an der Akademie der Künste in Düsseldorf, Schüler von Prof. Enseling. 1962 Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr.

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Der Evangelist Johannes berichtet: Nikodemus, Pharisäer und Ratsherr, kommt zu Jesus, um nach dem Weg zum ewigen Heil zu fragen. Nikodemus verkörpert jeden Menschen, der von der Sinnfrage bewegt ist. Die Antwort Jesu lautet: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ (Joh 3,5). Der Fries zeigt die Begegnung Jesu mit Nikodemus, die fragen und suchenden Menschen der damaligen und heutigen Zeit.

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